Wales 2016 – St. Davids

Nach so viel Natur, ist es langsam Zeit für ein bisschen Kultur. Wir machen uns auf nach St. Davids, wo wir uns die Kathedrale und die Überreste des Bischoffpalasts ansehen wollen. St. David ist der walisische Nationalheilige und in der Kathedrale beigesetzt. Der heutige Bau datiert bis ins zwölfte Jahrhundert zurück und ist immer wieder erweitert beziehungsweise umgebaut worden. Aber bevor wir uns das Innere ansehen, sind wir schon fasziniert davon, wie mit dem ständig wechselnden Licht auch der Eindruck des Gebäudes von „burgartig abschreckend“ über „englisch universitätisch“ zu „märchenhaft entrückt“ wechselt.

Drinnen sollte man auf jeden Fall nicht versäumen sich die Decken im Hauptschiff und den einzelnen Kapellchen anzusehen. Wir haben Glück, und kurz nachdem wir das Kirchenschiff betreten haben, beginnt jemand auf der gigantischen Orgel zu spielen und wir bekommen ein unverhofftes kostenloses Konzert.

Nach der spirituellen Ertüchtigung wechseln wir auf die andere Straßenseite, wo die nicht ganz so gut erhaltenen Überreste des ehemaligen Bischofpalastes liegen. Aber wir mögen ja alte Steine und lassen den Eintritt von £ 3,50 springen um uns die Ruine anzusehen. Auch die Reste sind noch beeindruckend und lassen erahnen, wie es hier früher ausgesehen hat. Der gute Bischof war ein antiker T. van Elst 🙂

Unser nächster Stop ist der Strand von Whitesands, wo es einige Tapfere tatsächlich ins Wasser zieht. Wir begnügen uns mit einem Spaziergang auf dem bei Ebbe freiliegenden Strand.

Den Rest des Nachmittages cachen wir uns die Küste hinauf, bis wir am Leuchtturm von Strumble Head ankommen. Von hier oben soll man regelmäßig Seehunde, Wale und Delphine sehen können, aber mittlerweile hat der Wind so weit aufgefrischt, dass wir nicht so lange bleiben bis sich eins der Tierchen zeigt.

Wales 2016 – Ruhe im Fuchsbau

Die lange Fahrt gestern und der bewölkte Himmel heute machen uns etwas träge und wir legen einen Ruhetag ein. Nach einer kleinen Runde in die nahe Umgebung richten wir uns weiter ein und machen die große Wäsche 🙂 Deshalb ist hier jetzt Platz für die bisher gesammelten Kuriositäten und Spezialitäten……

Zuerst ein paar Bilder vom Fuchsbau, damit es hinterher nicht wieder Beschwerden gibt, wir würden NIE Fotos unserer Unterkünfte posten….

Und natürlich gibt es auch wieder eine lustige Schildersammlung 😉 In Wales ist man offenbar besonders besorgt über nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer. Diese Schilder finden sich hier (fast) überall…

Da denkst Du, Du kannst nicht nur der letzen Hitzewelle, sondern auch dem Rummel rund ums Oktoberfest 2016 entgehen, und dann stehst Du im Supermarkt vor der Sonderaktion „German Salami & Beer“ zu genau diesem Thema…. So werden also die Vorurteile gegen die Germanen im Ausland gefüttert 😉

Und letztendlich ein paar Einzeleindrücke, die uns so im Alltag begegnet sind…

 

Wales 2016 – Von Nord nach Süd

Unglaublich aber wahr, schon ist die erste Hälfte unseres Urlaubs um und es ist Zeit unsere sieben (Tausend) Sachen zu packen und weiter zu ziehen. Da wir erwarten in der nächsten Woche noch viel Küste zu sehen, haben wir uns für die Inlandsroute quer durch Wales und die Cambrian Mountains entschlossen. Und so durchqueren wir bei bestem Reisewetter Wales einmal von Nord nach Süd. Scheinbar ist nicht nur Irland eine grüne Insel, wie die folgenden Bilder – alle bei verschiedenen Pausen aufgenommen – belegen 🙂

Einen längeren Zwischenstopp legen wir am Llangollen Canal ein, wo wir bei einem kurzen Spaziergang nicht nur den regen Bootsverkehr auf dem Kanal beobachten, sondern auch noch ein paar Caches heben 🙂

Schließlich erreichen wir Llandissilio und unser zweites Cottages Llety’r Llwynog (Fuchsbau), von wo aus wir in den nächsten Tagen Pembrokeshire erkunden werden 🙂

 

 

Wales 2016 – Llyn Peninsular

Heute wenden wir uns ein wenig von den Bergen ab – außer als schöne Kulisse am Horizont – und treiben uns auf der Halbinsel Llyn herum. Erster unplanmäßiger Stopp ist Nefyn Beach, weil im Vorbeifahren die Brandung so verlockend aussah :-), wo Diane sich beim Strandspaziergang ordentlich durchpusten lässt.

Ansonsten bietet dieser Landstrich rollende Hügel, blühende Heide, Bäche und überall den kleinen roten Drachen, das walisische Wappentier. Und irgendwie sieht alles ein bisschen unwirklich aus unter diesem Himmel. Liegt wohl am britischen Licht 😉

Natürlich sind wir auch wieder in Sachen Geocaching unterwegs, bis wir schließlich in Criccieth ankommen, wo wir zum Abschluss noch eine Runde am Strand drehen.

Wales 2016 – Snowdon

Der Morgen beginnt wolkig, aber als wir am Garth Pier in Bangor ankommen, setzt sich die Sonne durch und wir können einen schönen Spaziergang über den Pier machen. Am Eingang steht ein Kassenhäusschen, aber nur ein unübersehbares Schild verlangt den stolzen Eintritt von 50p. Wir sind gute folgsame Besucher und zahlen (für die Erhaltung des Piers). Wer den langen Weg entlang der putzigen kleinen Pavillons bis zum Ende geschafft hat, kann sich im Tearoom stärken oder so wie wir einfach ein bisschen in der Sonne sitzen :-).

Kein Urlaub in Wales ist komplett bevor man nicht auf dem Gipfel von Snowdon gewesen ist. Der „Berg“ ist quasi zum Synonym und Symbol für Wales geworden. Also müssen auch wir da rauf. Es gibt mehrere Wege nach oben, von „leicht“ & lang bis „steil“ & kurz. Oder man fährt mit der Bahn hoch 🙂 Wir sind natürlich viel zu faul für einen stundenlangen Aufstieg und entscheiden uns für die bequeme Alternative 🙂

In unserer touristischen Naivität dachten wir, wir könnten einfach zum Bahnhof gehen und ein Ticket für die nächste Fahrt kaufen. Weit gefehlt! Die Züge sind auf Tage ausgebucht. Glücklicherweise haben wir zufällig online nach den Abfahrtszeiten geguckt und dabei festgestellt, dass es nur noch zwei Möglichkeiten in dieser Woche gibt. Eine davon heute Nachmittag, die wir sofort gebucht haben. Als wir die Karten am Schalter abholen, vertröstet der Verkäufer die Dame vor uns auf die nächste verfügbare Fahrt – am Sonntag (heute ist Donnerstag).

Unsere Fahrt ist mit der Dampflok „Snowdon Lily“ aus dem Jahr 1896, inklusive der alten Holzbänke für beinlose Lilliputaner. Wir haben nochmal Glück und ein Platz bleibt leer, so dass wir dahin ausweichen können. Dann ruckelt und rattert der Zug los und schnauft sich in einer Stunde den Berg hinauf. Grandiose Aussichten garantiert, aber dreckige Scheiben und tiefstehende Sonne sind der Feind aller Hobbyfotografen 🙂

Gut durchgerüttelt kommen wir schließlich oben an und da wir über den Wolken sind, stellen sich auch die gewünschten Aussichten ein. Auf dem Gipfel selbst ist allerdings so ein Gedränge, dass wir uns die letzten 20 Stufen sparen und auf das Selfie im Getümmel verzichten :-).