Schottland 2026 – Shetland Wind von Nordwest auf Nord drehend

Unsere Vorliebe für raue Westküsten und den Atlantik ist kein Geheimnis. Deshalb zieht es uns natürlich auch diesmal dorthin. Auf dem Weg an die Küste haben wir St. Mary’s Chapel als Pausenort ausersehen. Wie letztes Jahr bereits festgestellt ist die kleine Ruine allein nicht unbedingt einen Zwischenstopp wert, deshalb kombinieren wir sie diesmal mit einem Besuch von Da Gairdins. Das ist ein kleiner öffentlicher Garten (Park?) mit allen möglichen Gewächsen. Vom englischen Rasen über Froschteiche bis zu Palmen findet eigentlich jeder was für seinen Geschmack. Wir reisen in den Frühling zurück und freuen uns über blühende Obstbäume und frisches Grün. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Mangels Bäumen wurde Torf in Schottland Jahrhunderte lang zum Heizen und Kochen benutzt. Heute weiß man um die Relevanz von Mooren und Sumpfland für den Klimaschutz, da sie Unmengen CO² speichern. Deshalb achten wir schon seit Jahren darauf nur torffreie Blumenerde zu kaufen, um den Abbau z.B. in Polen nicht zu unterstützen.
Seit in den 1970er ein riesiges Ölfeld nördlich von Shetland erschlossen wurde (in Sullom Voe steht eines der größten Ölterminals Europas, weswegen wir in der Gegend nicht viel unterwegs waren) spielt der Torf zumindest hier nur noch eine kleine traditionelle Rolle. Trotzdem sehen wir noch regelmäßig braune Stapel am Rand von Gräben zum Trocknen aufgeschichtet, die sich wie dunkler Bänder durch die Landschaft ziehen. Da Torfstechen überwiegend in sehr anstrengender Handarbeit erfolgen darf, wird diese Tradition hoffentlich bald ganz aufgegeben. Schon heute dürfen nur noch Crofter (Kleinbauern) zur Selbstversorgung, Whisky-Destillerien (geringe Mengen) und Firmen mit noch gültigen Abbaulizenzen die kleinen Scheite aus dem Moor holen. Neue Lizenzen werden nicht mehr vergeben und Schottland investiert inzwischen jedes Jahr Millionen Pfund in die Wiederherstellung von geschädigten Feuchtgebieten.

Auch Stanydale Temple liegt mitten im Moor. Den Hinweis am Anfang des Weges (Trampelpfad) auf „boggy underground“ sollte man auf jeden Fall ernst nehmen.  Wir versinken teilweise bis zu den Knöcheln im Matsch. Aber dank der guten Goretex-Wanderschuhe (hier müssen wir mal Werbung machen, denn diese Schuhe haben so manchen Tag gerettet! ) bleiben die Füße trocken 👍. Den Tempel haben wir bereits letztes Jahr besichtigt, aber da war es uns zu voll und wir nassgeregnet. Heute ist es zwar auch bedeckt, aber von oben kommt diesmal kein Wasser und wir sind allein.
Gut getarnt liegt der Tempel – eigentlich weiß man nicht, welchen Zweck der Bau hatte – in der Landschaft. Richtig gut sehen kann man ihn, wie so viele andere Ruinen, am besten von oben. Gut, dass wir uns mittlerweile an kleine Klettereinlagen gewöhnt haben 😉.

Auch die alten Mühlen in Huxter sind letztes Jahr dem Regen zum Opfer gefallen. Diesmal schaffen wir es im Trockenen. Drei Horizontalrad-Wassermühlen stehen untereinander an bzw. über einem kleinem Bach. Durch ihre geringe Größe wurde nicht viel Wasserkraft zum Antrieb der Mühlsteine gebraucht. Dadurch konnten gleich drei Mühlen in kurzem Abstand zueinander am gleichen Bach errichtet werden. Die oberste Mühle haben die Schafe als Unterschlupf übernommen, aber in der Mittleren kann man noch das Schaufelrad und die Mühlsteine sehen.
Auf dem Heimweg machen wir noch einen Fotostop am Burrafirth. Ein gelbes Schild warnt diesmal nicht vor dem Stier, sondern dem Schafsbock! Der guckt auch erst ein bisschen grimmig, ist dann aber sehr neugierig und lässt sich am Ende sogar streicheln!

Muckle Roe ist eine kleine, ziemlich runde Halbinsel, die man zwar mit dem Auto ansteuern, aber nur zu Fuß wirklich erkunden kann.  Das Straßennetz ist eher übersichtlich. Dafür bekommen man abgelegene Täler, Schafe in Hülle und Fülle, menschenleere Strände und insgesamt jede Menge Gegend geboten. Wir wissen hinterher gar nicht mehr, wo genau wir uns rumgetrieben haben. Meistens haben wir uns von Geocache zu Geocache treiben lassen. Die beste Seite dieses Hobbies. Man kommt  an Orte, die man sonst nie gefunden hätte. Dass wir mittlerweile ohne Scheu fast jedes Gatter öffnen (und natürlich hinter uns wieder schließen!) über Kuhweiden und durch Schafherden laufen und uns auch mal ohne erkennbaren Weg durch die Wildnis schlagen, kommt uns an diesem Tag sehr zu Gute. Und natürlich die guten Schuhe 😉! Da kann man dann auch mal kurz durchs Meer laufen und alle tierischen Hinterlassenschaften abspülen, statt sie mit ins Auto oder gar nach Hause zu schleppen 😁.

Die Hauptattraktion von Eshaness, sind die Eshaness Cliffs am gleichnamigen Leuchtturm. Auch hier hat uns letztes Jahr der Regen an einem längeren Aufenthalt gehindert. Diesmal klappt es mit dem Spaziergang, wenn auch unter einem dramatischen Himmel, der sich nicht so recht entscheiden kann, ob die Sonne durchbricht oder nicht. Es geht vorbei am Eshaness Broch, der  auch nur ein alter Steinhaufen sein könnte, aber zumindest dekorativ in einen kleinen See hineinragt. Immer nach Norden die Küste entlang, wo sich ein toller Ausblick an den nächsten reiht. Den Weg muss man sich manchmal zusammenraten. Ein sicheres Zeichen, dass man richtig ist, sind Zaunübertritte. Auch wenn sie manchmal ganz schön hoch und wackelig sind, weil der Regen den Untergrund weggespült hat. Wenn sich dann doch mal plötzlich ein größerer Graben auftut, kann man, je nach Kondition, noch wagemutig drüber springen. Bei tiefen Felseinschnitten, z.B.  den Holes of Scraada, Höhlen deren Decken vor langer Zeit eingestürzt sind, sollte man doch besser eine Alternativroute suchen 😉.

Schließlich zieht es uns ganz in den Norden, nach North Roe. Hier beginnt, oder endet, die A970. Die Straße, die einmal komplett durch Shetland führt. Es ist ziemlich abgelegen und es gibt keine besonderen Attraktionen zu besichtigen. Nur jede Menge Natur. Und jede Menge Geocaches! Wir starten bei dem mit dem passenden Namen „End of the Road“ und arbeiten uns langsam die A970 Reihe bis „Ronas Peeking over the Ridge“ nach Süden.
Oft werdend die Dosen an Weidegattern versteckt. Und wenn man dann ein paar Minuten dort steht und sucht oder sich im Logbuch verewigt, kommen regelmäßig ganze Schafsherden angerannt, wirklich angerannt!, und veranstalten ein unglaublich lautes Blökkonzert🙉 . Wie soll man dabei denn bitte unauffällig bleiben?!? Wir haben auf jeden Fall viel Spaß, auch wenn uns die enttäuschten Schafe schon leid tun, wenn wir dann einfach wieder gehen.
Wir geben uns wirklich alle Mühe und schaffen die „Road to Hillswick & Tangwick“, „Road to Ennisfirth“, „Rocky Road to Nibon“ und den „Track to Burraland“. Und obwohl wir letztendlich mehr als 100 Caches auf Shetland loggen, sind immer noch jede Menge übrig. Müssen wir wohl noch ein drittes Mal herkommen 😁.

Tatsächlich ist es für uns dann schon wieder Zeit weiter zu ziehen. Unter einem ausnahmsweise blauen Himmel gehen wir an Bord der Hrossey (Alt Norn für Orkney), das Schwesterschiff der Hjaltland (Alt Norn für Shetland), die uns hergebracht hat. Wir haben für die Überfahrt wieder zwei Sitze im Loungebereich gebucht, wo es sehr ruhig und entspannt, aber diesmal leider auch sehr kalt ist! Aber erstmal geht es an Deck. Bei strahlendem Sonnenschein ist es rappel-zappel voll. Diane wird etwas spöttisch beäugt, als die Maschinen anspringen und sie sich in Mütze und Winterjacke wirft. Ist das nicht viel zu warm? In den ersten 5-7 Minuten schon, aber mit zunehmendem Fahrtwind, wird es spürbar frisch und nachdem die vorgelagerte Insel Bressay keinen Windschutz mehr bietet, richtig kalt. Zack! Außendeck leer! Bis auf drei dick vermummte Gestalten, die ausharren, bis auch Fair Isle am Horizont und die Sonne hinter dicken Wolken verschwunden ist. Der Kapitän gibt richtig Gas und überholt locker die mit Vorsprung ausgelaufene Nieuw Statendam von der Holland America Line.
Ob es diesem Ehrgeiz oder Rückenwind geschuldet ist, erreichen wir Orkney Mainland schon um 22.30 Uhr, eine halbe Stunde früher als geplant. Auch wenn wir es nicht mehr weit haben bis zu unserem Ferienhaus in einem Vorort von Kirkwall, freuen wir uns darüber. Können wir doch noch das Auto komplett ausräumen, statt nur das Nötigste zusammen zu raffen, bevor wir erschöpft ins Bett fallen. Teil 2 des Urlaubs kann beginnen 😊.

 

 

 

 

Schottland 2026 – Shetland, Ab durch die Mitte nach Süden

Wir hatten die Hoffnung, dass wir dieses Jahr mehr Glück mit dem Wetter hätten. 2025 waren wir sechs Tage hier und hatten davon 3 ohne oder mit sehr wenig Regen. Dieses Mal haben wir 12 Übernachtungen, aber leider nicht mehr Sonnentage. Es schüttet nicht ununterbrochen, aber die helle gelbe Scheibe am Himmel macht sich doch sehr rar. Umso mehr muss man die Zeiten ausnutzen, wenn sie scheint.

Als wir zum Geocachen am Burraland Broch aufbrechen, haben wir einen Sonne/Wolken-Mix. Wie so oft stehen sich an dieser Stelle zwei Broch auf den beiden Seiten einer Meerenge gegenüber. Aber während der auf Mousa sehr gut erhalten ist, sind vom Burraland Broch nur ein Krater, eine niedrige Rundwand und viele viele lose Steine übrig geblieben. Ein Besuch lohnt sich für uns trotzdem, allein schon wegen dem Spaziergang dorthin. Es geht durch grüne Wiesen, an Ruinen vorbei und durch blökende Schafherden. Bis wir schließlich windumtost am Broch die Tupperdose finden 😁.

Scalloway haben wir letztes Jahr bereits besucht und dabei glatt den Geocache am Museum vergessen! Das holen wir jetzt nach und loggen dabei unseren 2.000 Fund 😁. Und statten auch gleich noch dem Leuchtturm einen Besuch ab. Der steht auf einer kleinen Landzunge und wir kämpfen uns gegen den Wind um die Bucht von Westshore bis zur Spitze durch. Auf dem Rückweg werden wir dafür von hinten angeschoben und schaffen es in der halben Zeit.

Hamnavoe und die Landzunge von West Burra kennen wir auch schon, aber sie sind uns nochmal einen Abstecher wert. Die Tour bis Minn Beach hinunter hatten wir 2025 noch am Abreisetag „reingequetscht“. Also einer dieser Tage, wo man immer die Uhr im Blick haben sollte, um die Fähre nicht zu verpassen. Diesmal drängelt niemand und wir können nicht nur einen ausgiebigen Küstenspaziergang machen sondern auch zum malerischen Meal Beach hinuntersteigen.

Minn Beach hat mit Strand, grüner Halbinsel, Ruinen, Steilküste  und herrlicher Einsamkeit auch eindeutig mehr Zeit verdient, als wir hier letztes Jahr verbringen konnten. Ein schmaler Landstreifen, fachfraulich Tombolo genannt, oder lokal mit Ayre bezeichnet, verbindet Mainland mit der Halbinsel. Die eine Seite mit weißem Sandstrand und hellblauem Wasser lädt zum Baden ein (wenn man von den 10° Wassertemperatur absieht). Auf der anderen Seite liegt ein Kieselstrand mit Ausblick auf die Landzunge von East Burra, beinah schon skandinavisch angehaucht.

Auf zum nächsten Ayre. Mit 500 Metern weißem Sand und türkisblauem Wasser erinnert St. Ninian’s Beach an Karibik und Südsee. An einem schönen Tag! Aber auch bei Sonnenschein klettert das Thermometer heute nicht über 15° und es geht ein – für Shetland – leichter Wind. Die meisten Bustouristen kommen nur vom Busparkplatz bis zum Strand. Wer ein bisschen mehr Zeit mitgebracht hat, kann die Halbinsel mit ihren Klippen und den Resten der St. Ninian’s Chapel erkunden. Uns begleitet dabei eine Weile ein Seehund, der immer wieder neugierig seinen Kopf aus dem Wasser reckt.

Den Jarlshof ganz im Süden von Shetland hat Diane letztes Jahr zwischen zwei Regenschauern auch eher auf die Schnelle erkundet. Schon damals war klar, wenn wir wieder mal Urlaub in Shetland machen, müssen wir hier auf jeden Fall auch nochmal in Ruhe hin. Unsere Historic Environment Scotland Mitgliedschaft kommt wieder zum Einsatz und wir entdecken, dass die eigenen Kopfhörer bei Wind noch einen weiteren Vorteil bieten! Man hört nicht nur besser, die Ohren sind auch gleich noch ein bisschen mehr geschützt 😊. Wer hätte gedacht, dass die ollen Kabelkopfhörer nochmal so gute Dienste leisten. Die fahren ab jetzt immer im Handschuhfach mit.
Mit dem sehr informativen Audioguide machen wir uns also auf den Weg durch die Siedlungsanlage. Dieser Platz war von der Bronzezeit (so etwa 3000 vor Christus) bis ins 18. Jahrhundert besiedelt und so finden sich hier Reste eines Broch, von eisenzeitlichen Radhäusern, piktischen Erdhäusern, Langhäusern der Wikinger, einem mittelalterlichen Bauernhaus und eines Herrenhauses aus dem 17. Jahrhundert. Alles komprimiert auf kleinem Raum und direkt am Meer gelegen. Wir lassen uns Zeit und werden von mehreren ungeduldigen Besuchern ‚überrundet‘. Klar, der Himmel wird uns bestimmt bald wieder mit Regen beglücken, aber die rasenden dunklen Wolken passen  ganz wunderbar zur Atmosphäre an diesem geschichtsträchtigen Ort.

Wer möchte, kann hier noch einen Rundum-Blick durch die 360°Kamera werfen.

Vom Jarlshof zum Sumburgh Head Lighthouse ist es nur ein Katzensprung. Der Ort, der quasi eine Puffin-Garantie herausgibt. Aber kaum sind wir da, öffnet der Himmel seine Schleusen. Erst nur mit leichtem Nieselregen, der aber schon diverse Besucher in die Flucht schlägt. Ohne großes – und vor allem lautes! – Publikum sehen wir dann aber doch noch Papageientaucher! Bevor es auch denen zu ungemütlich wird und sie in ihren Erdhöhlen verschwinden. Wir sind aber bereits in die Touristenfalle getappt und haben Pauly the Puffin, ein tolpatschiges Kuscheltier, aus dem Souvenirshop befreit. Er reist ab jetzt mit uns und gibt uns unsere tägliche Puffin-Dosis.

Wir sind dann ein paar Tage später nochmal zum Leuchtturm gefahren und haben noch mehr Puffins gesehen 😁. Wenn man sich von laut rufenden und wild gestikulierenden Touristen fernhält, hat man wirklich gute Chancen die putzigen Viecher zu sehen. Bei Sonne sieht alles doch irgendwie gleich besser aus. Und der Strandspaziergang in Grutness macht auch mehr Spaß.

 

Schottland 2026 – Shetland, Lerwick, das Fernsehen und eine Nachtwanderung

Unsere Ferienhaus liegt diesmal in einer Wohnsiedlung fast im Zentrum von Lerwick. Damit haben wir alle Annehmlichkeiten der Inselhauptstadt quasi direkt vor der Haustür, gucken aber über die kleine Halbinsel „The Knab“ mit ihren grünen Wiesen, die auch ein öffentlicher Golfplatz sind, und über die Bucht bis zum Tesco Parkplatz :-).

Lerwick ist ein quirliges kleines Städtchen. Die Altstadt mit einer netten Fußgängerzone verbindet, über steile und teilweise winzige Gassen, die oberen Straßen und den Hafen. Alles ist überschaubar und gut zu Fuß zu erreichen. Aber das Auf und Ab kann ganz schön in die Beine gehen. Von Fort Charlotte ist ausser ein paar Kanonen nicht mehr viel zu besichtigen, aber man hat von dort zumindest einen Ausguck über die Dächer der Stadt.
Im Shetland Museum & Archives kann man sich kostenlos über die Inseln informieren. Hier erfährt man, wenn man will, viel über die geologische Entstehungsgeschichte, die uns zugegebenermaßen nicht so sehr interessiert. Aber auch allerhand über die Siedlungsgeschichte. Von den Pikten über die Wikinger bis zur ersten Telefonstation im 20. Jahrhundert. Das Museum ist vollgestopft mit Informationen und wir verbringen hier einen, der leider vielen, Regennachmittag(e).

Die alten Handelshäuser direkt am Wasser wirken trutzig und scheinen sich vor dem harschen Atlantikwetter schützend zusammen zu drängen. Auch sonst wirken die Sandsteinhäuser der Altstadt mit ihren Schieferdächern und kleinen Fenstern oft eher wehrhaft als schön, aber bunte Fähnchen und Türen setzen Farbtupfer. Farbe gibt es auch vom Meer. Manchmal im Minutentakt wechselt es von grau zu hellblau zu grün. Von bleischwer zu spiegelglatt, immer anders, immer spannend.

Besonders sehenswert sind die Buntglasfenster im großen Saal des Rathauses, die man sich während der Bürozeiten ebenfalls kostenlos ansehen kann. Wichtige Personen und Begebenheiten aus der Geschichte sind hier verewigt. Für alle, die das so wie wir nicht gleich auf Anhieb verstehen, gibt es Erklärtafeln, die alles kurz und knackig beschreiben. Und im Erdgeschoss gibt es praktischerweise auch noch ein öffentliches WC.
Da Lerwick so klein ist sollte man vor einem Besuch unbedingt prüfen, ob und wenn ja, welches Kreuzfahrtschiff gerade im Hafen liegt. Denn wenn sich Hunderte von Passagieren in die Gassen ergießen ist die Atmosphäre leider schnell dahin. Auch wenn die Geschäfte und Cafés offensichtlich davon profitieren.

Ebenfalls in Lerwick befinden sich die Polizeistation und das Wohnhaus von Detective Inspector Jimmy Perez aus der von uns bereits beworbenen TV-Serie „Mord auf Shetland“, oder im Original einfach „Shetland“. Wir haben gelesen, dass gerade Dreharbeiten auf der Insel stattfinden. Also zumindest die Außenaufnahmen. Der Rest wird kostengünstiger in Glasgow gedreht. Auf der Anreise haben wir spekuliert, ob wir da vielleicht was zu sehen bekommen. Als wir dann aber tatsächlich die LKW und Lichttechnik am Straßenrand sehen, sind wir doch überrascht. Und an unserem Abreisetag platzen wir dann doch noch mitten in eine Szene. Also wir werden angehalten und dürfen nur in einer Drehpause weiterfahren. Eigentlich wollten wir uns die Mühle in Quendale ansehen, aber die ist heute für’s Fernsehen reserviert. Wir sehen nicht viel, aber unterhalten uns sehr nett mit Ian von der Sicherheit und dem Hiwi von der Regie 😁. Und jetzt sind wir sehr gespannt, ob wir in der nächsten Staffel irgendwas wiedererkennen werden!

Mousa ist eine kleine unbewohnte Insel 14 Meilen südlich von Lerwick. Sie liegt genau auf dem 60. Breitengrad, in einer Linie mit Oslo und Helsinki. Eigentlich ist sie nur von Menschen unbewohnt, denn es gibt dort jede Menge Vögel. Und einen Broch. Mit 13 Metern Höhe sogar den am besten erhaltenen dieser Türme in Schottland. Das Mousa-Boat bietet Touren zur Insel an. Eine davon abends, wenn die Sturmwellenreiter (kleine Vögel) vom Meer zu ihren Brutplätzen im Broch und den Steinmauern auf der Insel zurück kehren. Beworben werden Schwärme von Vögeln, die mit viel Spektakel durch die Luft sausen. Diane hat sich einen Platz reserviert und nach einem Regentag klart es tatsächlich zum späteren Abend genug auf, dass die Tour stattfindet. Warm eingepackt haben sich um 22:15 Uhr etwas 20 Teilnehmer am Sandsayre Pier in Sandwick eingefunden. Wetterbedingt fallen die Fahrten regelmäßig aus, so das erst vor Ort beim Cäpt’n bezahlt wird. Endlich werden wir einen Teil unseres schon jahrealten Bargelds los. Noch ist es nicht ganz dunkel und im Zwielicht ist die 15minütige Überfahrt schon ein Erlebnis. Vor Mousa liegt ein kleines hellbeleuchtete Kreuzfahrtschiff vor Anker, was unsere Guides erbost, weil das Licht die Vögel störe.
Mit kleinen Taschenlampen ausgestattet geht es vom Anleger zum Broch. Unterwegs erzählt uns Darron was zur Insel und den Vögeln, die hier leben. Wenn die Temperaturen schon nicht nach festem Schuhwerk verlangen, tut es der Weg auf jeden Fall! Am Anleger steht zwar eine Tonne mit Spazierstöcken bereit, die man sich leihen kann, aber einige Teilnehmer haben wohl ihre Fitness und Nachtsicht grob überschätzt. Mehr oder weniger elegant stolpert unsere Gruppe im Dämmerlicht zum Turm.
Dort angekommen warten alle gespannt auf die Vögel. Am besten sollen sie zu sehen sein, wenn man am dunklen Broch hochschaut und sie sich gegen den etwas helleren Himmel abzeichnen. Wir sehen hauptsächlich die Lichter des Schiffes in der Bucht. Ob es tatsächlich an der Beleuchtung liegt oder die „Schwärme“ aus der Werbung etwas übertrieben sind, weiß man nicht. Irgendwann kommen dann doch vereinzelte Vögel und sausen in einem Affenzahn durch die Luft. Aber ehrlich gesagt unterscheiden sie sich nicht sehr von den Fledermäusen, die zu Hause in der Dämmerung über unseren Garten jagen.
Theoretisch könnte man auch den Broch besteigen, aber in mittlerweile völliger Finsternis gibt es nicht viel zu sehen. Und da wegen der Vögel nur das Rotlicht der Taschenlampen benutzt werden darf, ist der Aufstieg auch nicht ganz ungefährlich. Das machen wir lieber mal bei Tag. Kurz bevor der Rücken sich über das lange Stehen und der Nacken sich über das ständige Hochschauen schmerzlich beschweren, geht es zurück. Die tanzenden Lichter der Taschenlampen auf dem Boden erinnern ein bisschen an die Nachtwanderungen im Schullandheim. Nur leiser 😉. Insgesamt war es trotzdem ein zwar kalter aber spannender Inseltrip. Wobei zu bedenken ist, dass es am Broch keine Sitzgelegenheiten – außer dem matschigen Boden – und auf der Insel keine Toiletten gibt. Das sollte man also vorher, oder nachher in Sandwick erledigen.

 

Schottland 2026 – Anreise

Da uns Shetland und Orkney letztes Jahr wirklich, wirklich, wirklich  gut gefallen haben, machen wir uns dieses Jahr einfach noch mal auf die Reise. Diesmal haben wir aber mehr Zeit in Shetland eingeplant, da uns die knappe Woche letztes Jahr definitiv zu kurz war.

Zuerst spulen wir aber das gewohnte Programm ab, das mit der Fahrt zur Fähre nach Amsterdam beginnt. Nach der Zitterpartie vom letzten Mal haben wir uns aber den Tag komplett frei genommen und uns bereits vormittags auf den Weg gemacht. Von unserer Seite läuft diesmal alles reibungslos. Die Fähre ist aber so voll, dass auf dem Frachtdeck etwas länger hin und her rangiert werden muss und wir mit einer Stunde Verspätung auslaufen. Da die Reisezeit immer sehr großzügig bemessen ist, soll sich unsere Ankunft dadurch aber nicht verzögern. Alles gut! Wir laufen noch mit Sonne aus, aber am Abend zieht kalter und dauerhafter Regen auf. Wir haben trotzdem eine sehr ruhige Überfahrt. Der nächste Morgen bringt Geschenke für ein Geburtstagskind und das inzwischen lieb gewonnene erste englische/schottische Frühstück.

Brexit sei Dank ist die Einreise nach Großbritannien nicht mehr so einfach wie früher. Neben Reisepass ist mittlerweile auch eine vorherige ETA (electronic travel authorisation) nötig. Deren Überprüfung vor Ort dauert. Und bei einer vollen Fähre heißt das vor allem, anstehen und warten. Auch auf die vielen Motorradfahrer/innen, die mit Helm vorfahren und sich dann bei der Passkontrolle erstmal freilegen müssen. Wir sind also pünktlich in Newcastle angekommen, aber jetzt es dauert Ewigkeiten bis wir den Hafen verlassen können. Wir sind also mal wieder flexibel, streichen unseren ersten Zwischenstopp und wir fahren gleich durch bis Edinburgh, wo wir uns heute einquartiert haben.  Auf dem Weg leuchten überall hellgelbe Rapsfelder, selbst wenn wir gerade mal wieder in den nächsten Schauer fahren.

Unser Hotel liegt relativ zentral und wir haben uns als erste Station Tickets für Edinburgh Castle besorgt. Unsere Mitgliedschaft bei Historic Scotland läuft noch bis zum Ende diesen Monats und damit haben wir freien Eintritt. Spätestens damit haben wir unseren Jahresbeitrag „abbesichtigt“ 😁. Und es ist gut, dass wir bereits Tickets haben, denn es sind für den Tag keine mehr verfügbar. Wer sich nicht mit der Außenansicht begnügen möchte, sollte also besser ebenfalls vorab online buchen.

Wir haben uns für die eigenständige Tour mit Audioguide entschieden. Den mussten wir dann aber doch extra bezahlen. Zumindest gab es für uns 20% Rabatt😉. Den Guide haben wir bereits im Vorfeld heruntergeladen und unsere eigenen Kopfhörer mitgebracht. So müssen wir nicht mit einem unhandlichen Pseudotelefon am Ohr herumlaufen was bei Regen unangenehm (kaltes Wasser was in Ärmel läuft 🥶) und bei lauter Umgebung schwer zu hören ist. Mit Knopf im Ohr machen wir uns auf, die riesige Anlage zu erkunden.

Die Festung ist UNESCO Weltkulturerbe und thront auf einem Felsen über der Stadt. Aus dieser luftigen Höhe hat man einen wunderbaren Ausblick über ganz Edinburgh. Ansonsten gibt es jede Menge Ausstellungen zu Militär und Militärgeschichte der Highlands. Wir hatten bei Castle etwas andere Vorstellungen. Es gibt kaum Wohnräume zu besichtigen, aber die schottischen Kronjuwelen, die man allerdings nicht fotografieren darf. Wir haben Glück und müssen dafür zumindest nicht anstehen. Ansonsten behalten wir den Himmel gut im Auge, damit wir, wenn er seine Schleusen öffnet, schnell einen Unterschlupf finden. Was bei den vielen Besuchern manchmal gar nicht so einfach ist. Und es sind viele Besucher. Sehr viele! Das gilt nicht nur für das Castle, sondern die ganze Stadt. Überall Touristen 😱!

Offiziell ist heute bis 18:00 Uhr geöffnet, aber bereits ab halb sechs werden erste Bereiche abgesperrt und das Café schließt ebenfalls schon um 17:45 Uhr. Etwas enttäuschend, besonders wenn man den happigen Eintrittspreis berücksichtig.  Wer sich Gedränge und Ticket sparen, aber trotzdem mehr zum Castle wissen möchte, kann sich alternativ am offiziellen 3D Modell austoben.

Wir werden mit den letzten Besuchern aus dem Castle gescheucht und bahnen uns unseren Weg durch die Schaulustigen, die sich hinter den Absperrgittern am Eingang drängeln, um einen Blick auf das Castle zu erhaschen. Dann schlendern wir die berühmte Royal Mile entlang und lassen uns mit dem Strom der Touristen treiben. Um uns eine Kakophonie aus Englisch, Französisch, Spanisch, diverse asiatische Reisegruppen und hin und wieder ein deutscher oder niederländischer Satz. Edinburgh ist eine Trend-Destination, was den Einheimischen wahrscheinlich ordentlich auf den Keks geht, aber wird seinen Ruf definitiv gerecht! Es gibt viele wunderschöne alte  Gebäude, überall Monumente, Museen in Hülle und Fülle und jede Ecke atmet Geschichte. Mittlerweile haben wir uns ein Abendessen verdient und kehren bei Howies ein. Nette Location, guter Service, leckeres Essen. Von uns eine klare Empfehlung.

Gut gestärkt machen wir uns an den Aufstieg des Calton Hill zum Nelson Monument. Dunkle Regenwolken und Sonnenuntergang zaubern tolle Effekte in den Himmel und tauchen die Stadt in goldenes Licht.  Der Ausblick ist  spektakulär. Und das Dugald Stewart Monuments ziert in genau diesem Licht so manchen Reiseführer und die Wikipedia-Seite der Stadt. Ein toller Abschluss für diesen Tag, auch wenn wir am Ende ordentlich durchgepustet und verfroren vom Hügel herunter und ins Hotel zurück kommen.

Es gäbe noch viel mehr zu sehen, aber für uns geht es am nächsten Morgen schon wieder weiter. Wir müssen bis heute Nachmittag in Aberdeen sein, um die Fähre nach Shetland zu erreichen. Aber erstmal gibt es Frühstück in North Queensferry, in einem netten kleinen Café zwischen den Forth Brücken.

Dann geht es weiter nordwärts. Unser nächster Stopp ist Drum Castle & Gardens.  Das Schloss ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen und wir müssen eine halbe Stunde totschlagen, bevor die nächste beginnt. Wir wollen uns kurz in den Gärten umsehen, aber die sind nicht so umfangreich und wir haben in den 30 Minuten bereits alles einmal abgelaufen. Dann sammelt Emma, eine Geschichtsstudentin unsere kleine Gruppe zusammen und erweckt mit viel Begeisterung und Spaß die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner, des Clans Irvine, zum Leben.  Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Sonderausstellung zum Thema Buchenholzkunst.

Von Drum Castle ist es nur noch ein Katzensprung bis Aberdeen. Wir haben auf der Durchfahrt nichts Schönes oder Bemerkenswertes in der Stadt gesehen. Also geht es gleich durch zum Northlink Ferry Terminal. Wir haben auch für diese Überfahrt eine Kabine gebucht. Die sind an Bord limitiert und man muss keine nehmen. Es gibt auch kostenpflichtige Lounges oder einfache Reisesessel. Beim einchecken wird uns ein Zettel ausgehändigt, der vor schlechtem Wetter und einer rauen Überfahrt warnt. Wir freuen uns… Aussen- und Oberdeck sind komplett gesperrt und es kommt der Hinweis, sich möglichst wenig im Schiff zu bewegen, damit man sich nicht auf die Nase legt. Der Kapitän erzählt von 3 Meter hohen Wellen und wir denken noch, ach so schlimm wird es dann wohl doch nicht werden. Aber es wird schlimm. Sehr schlimm. Kaum hat die Hjaltland die Hafenmole passiert schaukelt und rollt das Schiff wie ein schlecht gelaunter Bulle beim Rodeo. Und auf der relativ kleinen Fähre wird jedes Wellental zur Achterbahnfahrt. Diesmal helfen leider weder die bewährten Reisetabletten, noch die gegen Übelkeit und Diane verbringt zwei elende Stunden auf dem Fußboden des Badezimmers. Es wird eine lange Nacht bis wir endlich Shetland erreichen und in Lerwick wieder festen Boden unter den Füßen haben. Angekommen!

 

Schottland 2025 – Was sonst noch war und Abreise

Nachdem wir die nördliche Küste erkundet haben, machen wir noch einen Abstecher gen Süden. Der nächste Ort ist Dornoch mit einer schönen kleinen Kathedrale. Drinnen ist sie eher nüchtern, aber die Buntglasfenster sind mal wieder echt schön. Neben den üblichen Heiligen- und Bibel-Motiven finden sich auch zwei moderne Fenster, wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben.  Und auch hier gibt es einen wunderbaren Strand, wenn er auch nicht ganz so verlassen ist, wie der in Embo.

Auf der kleinen Halbinsel direkt unterhalb von Dornoch geht es ziemlich  verschlafen zu. Wir statten der Meerjungfrau des Nordens einen Besuch ab, die an einem Steinstrand auf einem Felsen thront. Im Gegensatz zur berühmten Figur in Kopenhagen ist diese aber in Lebensgröße gehalten. Bei Flut hängt die Flosse im Wasser. Toll! Das Highlight ist aber Tarbat Ness Lighthouse. Fröhlich rot-weiß geringelt inmitten von blühendem Ginster und Heide, vor einem blau-weißen Himmel lässt er unser Fotografenherz höher schlagen!

Schließlich geht aber auch dieser lange Urlaub seinem Ende entgegen und wir begeben uns auf den Heimweg. Natürlich nicht einfach so, sondern mit ein paar Zwischenstopps. Der erste ist bei den Shin Falls. Erst sind wir etwas enttäuscht, denn was so groß angepriesen wird ist ein eher überschaubarer kleiner Wasserfall. Aber dann erhaschen wir aus dem Augenwinkel einen dunklen Punkt im Wasser, der blitzschnell wieder verschwunden ist. Hier sind Lachse den Fluss hinauf unterwegs zum Laichen. Und sie springen an den Falls! Das Ganze passiert so schnell, dass es nur zufällig zu fotografieren ist. Wir haben deswegen ein Bild aus einem Video exportiert. Wir entschuldigen uns für die dürftige Qualität. Es ist jetzt nicht so, dass ständig die Fische durch die Gegend fliegen, aber ein paar haben wir gesehen.

Dann geht es weiter nach Fortrose, wo wir uns die Ruine der alten Kathedrale ansehen, bevor wir uns in Blair Atholl im Atholl Arms Hotel  für die Nacht einquartieren. Ein typisches, leicht in die Jahre gekommenes, Landhotel. Der Speisesaal ist großartig und wir haben ihn zum Abendessen ganz für uns 😁.

Theoretisch hätten wir hier Blair Castle & Gardens besuchen wollen, aber die Öffnungszeiten und wir waren mal wieder nicht kompatibel. Stattdessen gibt es einen ausgiebigen Abendspaziergang durch Blair Atholl. Vorbei am kleinen weißen Bahnübergangswärterhäuschen und der alten Wassermühle zum Fluss Garry und weiter zum Flüsschen Tilt zwischen den ins Sonnenuntergangslicht getauchten grünen Hügeln. Sehr schön!

Am nächsten Morgen gibt es nochmal ein Full Scottish Breakfast, bevor es für uns auf die letzte britische Etappe geht. Die führt uns erstmal nach Jedburgh Abbey, die einzige der vier großen „Border Abbeys“, die wir noch nicht besucht haben. In unseren vorherigen Urlauben war sie wegen Reparaturen geschlossen. Es stehen immer noch ein paar Absperrungen herum, aber das ist nicht schlimm. Im Steinhaus gibt es allerlei interessante Informationen zum Bau der Abtei, der fast 120 Jahre gedauert hat. Und dann kamen irgendwelche Grenzkonflikte und alles wurde wieder zerstört. Im Prinzip war es immer eine Baustelle. Wir lernen mit welchen Werkzeugen und Methoden die hohen Mauern und Gewölbe errichtet wurden. Und versuchen am Modell selbst einen Steinbogen zu bauen. Natürlich stürzen die kleinen Quader beim ersten Versuch gleich wieder mit lautem Getöse ein. Aber beim zweiten Mal klappt es! Von uns eine klare Empfehlung, wenn man denn alte Steine mag 😊.

Der Restweg nach Newcastle und das Einschiffen auf der Princess Seaways erledigen sich fast von selbst. Das haben wir in den letzten Jahren auch oft genug gemacht 😉. Als die Hafenmole und Silhouette der Stadt langsam am Horizont verschwinden wird uns wie immer ein bisschen wehmütig. Schön war’s und wir kommen ganz bestimmt wieder!