England 2018 – Was sonst noch war

Wenn wir uns nicht an oder auf einem Strand rum getrieben haben, haben  wir uns durch Süd-Devon und Nord-Cornwall gecacht. Auf verlassenen Wegen, in kleinen Örtchen und in jeder Menge Gegend. Und können nun verlässlich behaupten, dass der trockene Sommer weder den Brennnesseln noch den Brombeeren oder den Stechpalmen sonderlich geschadet hat! Arme und Beine sind hinreichend zerkratzt und brennen 😉 Im Cachermobil findet sich neben den urlaubsüblichen Sandmengen einiges an Grünschnipseln und wir haben diverse Insekten unbeabsichtig umgesiedelt. Aber wir haben uns damit auch ein Abzeichen für 50 Funde an einem Tag verdient und unsere Statistik für 2018 insgesamt mächtig aufgebessert. Unser neues Ziel für diesen Urlaub ist der tausendste Fund. Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit, mal sehen ob wir das schaffen 🙂

England 2018 – Bude & Beaches

Zwischenzeitlich sind wir nach Bude in Cornwall umgezogen. Auch hier waren wir 2013 schon mal und sind jetzt zurück, weil es uns damals so gut gefallen hat. Hier findet sich in jeder Bucht ein mehr oder weniger großer Strand und wenn das Wetter mitspielt kann man auf den dazugehöirgen Abschnitten des  South-West-Coast-Paths auf den Klippen herumspazieren.

In Crackington Haven treffen wir dabei auf David, der lange Zeit in Exeter gelebt hat, aber eigentlich aus Wales stammt und mit dem wir dann mitten im Cornwall-Urlaub über unseren Trip nach Wales plaudern 🙂

Aber auch Bude hat schöne Strände. Crooklets Beach ist der kleinere, eingerahmt von bunten Strandhäuschen und rauen Felsen. Aber genau richtig zum halben Sonnenuntergang gucken 🙂

Summerleaze ist der größere, hier mündet auch der Bude Kanal in den Atlantik, zumindest wenn die Seeschleuse geöffnet ist. Ansonsten tummeln sich hier Familien, Hunde, Surfer, Reiter, Krebssammler, Schwimmer und Spaziergänger. Wir haben Glück und haben ziemlich frischen Wind, was die Haare (wenn vorhanden) verweht, den Kopf freipustet und für schöne Brandung sorgt.

Ein Stückchen nach Süden liegt Widemouth Bay, wo uns der Sturm voll erwischt und uns den Sand entgegenpeitscht. Aber auch dafür sorgt, dass wir den Strand bald ganz für uns alleine haben :-).

 

England 2018 – Exmouth & Exeter

In Exmouth gibt es ein sechszehneckiges lustiges kleines Haus mit dem Namen ‚A La Ronde‘. Erbaut für zwei exzentrische Cousinen, die vor gut 200 Jahren eine Bleibe für sich und ihr Sammelsurium an Krims und Krams aus aller Welt brauchten. Die ungewöhnliche Bauweise lässt die größtmögliche Menge an Licht ins Haus, so dass mit dem Lauf der Sonne jeweils ein Teil der Räume optimal genutzt werden konnten, ohne teures künstliches Licht einzusetzen.

Heute kann man sich vorsichtig in kleinen Gruppen durch die ungewöhnlichen Räume bewegen und, sofern man durch die vielen Ecken und Kurven nicht die Orientierung verliert, überall Kurioses entdecken. Etwa die Wandverzierungen aus Federn, oder die Puppen aus Grönland oder die Bilder aus Papier und Muscheln.

Wir haben einerseits Glück, denn heute ist im Rahmen der Reihe „Woman & Power 2018“ anlässlich von 100 Jahren Frauenwahlrecht freier Eintritt, und es ist trotzdem noch nicht allzu viel los. Andererseits haben wir Pech, denn die Muschelgalerie im Obergeschoss ist derzeit wegen eines Wasserschadens nicht zu besichtigen, und wir müssen uns mit der virtuellen Tour begnügen. Auf jeden Fall empfehlenswert!

Der Kathedrale in Exeter haben wir bereits 2013 einen kurzen Besuch abgestattet, aber damals waren wir schon den ganzen Tag unterwegs und hatten nicht mehr die Energie um sie richtig zu würdigen. Das ist heute anders 🙂 Der Bau ist aus hellem Stein und hat viele Buntglasfenster, was das ganze Interieur sehr freundlich erscheinen lässt. Auch rund um St. Peter ist das historische Viertel „The Quayside“ sehenswert und einen kleinen Spaziergang wert.

England 2018 – Bridport

Wir waren in den letzten Tagen so viel unterwegs, dass wir auch mal einen Tag ruhig angehen lassen und uns ein bisschen in Bridport herumtreiben. Der Ort ist groß genug, dass es hier reichlich Geschäfte mit mehr oder weniger originellen Auslagen und mehr oder weniger originellen Schildern gibt 🙂

Dann geht es weiter nach Westen. Charmouth Beach ist bei Fossiliensammlern sehr beliebt; entsprechend hoch ist hier das Tourist-Pro-Strandmeter-Verhältnis. Und da auch der Himmel eine leicht bedrohliche Färbung einnimmt, bleibt es für uns bei einer Stippvisite.

Danach cachen wir uns durch den Nachmittag, der im britischen Wetterbericht wohl mit „sunny spells and occationals showers“ beschrieben würde. Wobei die Schauer von 10 Sekunden bis 10 Minuten dauern und dazwischen immer wieder die Sonne zum Vorschein kommt. Das Ganze begleitet von entsprechend viel „Drama“ am Himmel.

Gegen Abend klart es aber wieder auf und auch wenn es etwas eintönig scheint, wir beschließen den Abend und unseren Aufenthalt in Bridport mit einem Sonnenuntergang in West Bay.

 

England 2018 – Isle of Portland

Eigentlich ist die Isle of Portland heute keine Insel mehr, sondern eine über eine schmale Landbrücke und Chesil Beach mit dem Festland verbundene Halbinsel.  Wir beginnen unsere Tour am äußersten Zipfel, dem Portland Bill Lighthouse, dem neuesten der drei dort vorhandenen Leuchttürme.

Danach arbeiten wir uns langsam nordwärts immer kreuz und quer über diesen riesigen Kalkstein-Felsen. Ebendieser Fels wurde hier über Jahrhunderte in zahlreichen Steinbrüchen abgebaut. Der Tout-Quarry wurde offen gelassen und es durften sich ein paar Künstler an den übrig gebliebenen Steinen austoben. Unser Kunstverständnis reicht für die meisten „Kunstwerke“ leider nicht aus. Aber von hier kann man prima auf dem South West Coast Path über die Klippen nach Portland spazieren.

Von Portland ist es nur noch ein Katzensprung nach Weymouth, ein typisches englisches Seebad, mit allerlei Amüsement am, auf und um den Strand herum. Aber auch mit einer schönen Promenade und einem netten Viertel rund um den alten Hafen. Aber Vorsicht, ab halb sechs machen die Läden zu und es macht sich eine verlassene Atmosphäre breit. Ein bisschen wie Kirmes im Regen ;-).