Wales 2016 – Snowdonia

Für heute haben wir uns die Erkundung von Snowdonia vorgenommen. Nein, keine imaginäre Nation bei „Mission Impossible“ oder eine Episode bei „Game of Thrones“, sondern der hiesige Nationalpark mit seinen vielen gar nicht so kleinen Erhebungen. Teilweise ist es hier sehr karg und durch die vielen Schiefersteinbrüche auch oft grau. Da heute ein sehr warmer (ja auch hier steigt das Thermometer auf über 30°) aber auch sehr diesiger Tag ist, verschwimmen die Konturen und die Hügel in der Ferne erscheinen fast schon mystisch nebulös 🙂

Wir cachen uns quer durch den Nationalpark, in einem großen Bogen um Snowdon, den höchsten und namensgebenden Gipfel, den wir uns für morgen aufheben. Immer schön von einem See zum nächsten, vorbei an Hügeln/Berglein mit unaussprechlichen Titeln. Wobei das Cachen durch die vielen Muggel teilweise extrem erschwert wird 🙂 Unglaublich, wie viele Wanderer, Kletterer, Biker und Autos sich hier herumtreiben!

In Betws-Y-Coed machen wir Pause für ein Picknick unter den schattenspendenden Bäumen an den kleinen Wasserfällen, bevor es weiter gen Süden geht.

Schließlich erreichen wir wieder die Küste und am Spätnachmittag schlagen wir in Portmeirion auf. Hier hat sich ein berühmter(?) Architekt seinen Lebenstraum erfüllt und ein künstliches Dorf im italienisch-mediterranen Stil mit einigen fernöstlichen Elementen erbaut. Und damit es auch hübsch einzigartig ist, alles noch schon bunt angemalt 🙂 Das Dorf ist nett anzusehen und liegt wirklich idyllisch. Aber der Eintritt ist völlig überzogen – £ 11 pro Person. Wobei es nach halb vier günstiger wird und wir „nur“ £ 9 pro Person zahlen. Die ansässigen Shops und Cafes schließen offiziell um 17:30, aber ab 17:00 wird’s schwierig noch ein Eis oder Kaffee zu bekommen. Dafür wird es aber auch schön ruhig und leer! Die angelegten Rundwege sind teilweise sehr steil, wir empfehlen also auch bei hohen Temperaturen festes Schuhwerk 😉  Wahrscheinlich sind wir einfach mal wieder Banausen, dass wir den Hype den Reiseführer und Tourist Office um diesen Ort machen, nicht teilen können. Der riesige Parkplatz lässt allerdings erahnen, dass es genug Interessierte gibt, die den Weg hierher finden. Wer sich vom Preis nicht abschrecken lässt und als Selbstversorger unterwegs ist, kann entspannt bis 19:30 in ungewöhnlicher Umgebung flanieren.

Wales 2016 – Regencacher

Es regnet! Also nutzen wir den Tag erstmal zum Ausschlafen und lümmeln ein bisschen in unserem süßen Cottage, bevor wir uns auf eine kleine Geocachertour machen. Unsere Wahl fällt auf Trefor und Umgebung. Der unscheinbare Ort wird sicher nicht so schnell Erwähnung in einem Reiseführer finden, aber zum Cachen ganz wunderbar und auch ziemlich erfolgreich 🙂

Wales 2016 – Conwy Castle & Great Orme

Wales hat eine bemerkenswerte Burgendichte; Überbleibsel einer kriegerischen Vergangenheit und Hinterlassenschaft von über 700 Jahren Besatzung. Viele können besichtigt werden und unsere Wahl fällt auf Conwy Castle, obwohl der Eintrittspreis mit £7,50 pro Person ganz schön happig ist. Aber es lohnt sich! Die Anlage ist riesig und gut erhalten. Man kann fast in jedem der acht Türme herumturnen und die Aussicht von den Wehrgängen ist auch nicht zu verachten 🙂 Keine „Aufpasser“ stören beim ausgiebigen Herumstöbern und auch wenn es nur noch alte Steine zu sehen gibt, bekommt man doch einen guten Eindruck davon, wie die Reichen und vielleicht auch Schönen hier früher mal gelebt haben. Passend zum geschichtsträchtigen Ort präsentiert sich heute ein dramatischer Wolkenhimmel.

Wer noch nicht genug von alten Steinen hat, kann nach der Burgbesichtigung noch einen Spaziergang auf der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer dranhängen.

Unser nächstes Ziel ist Llandudno, wo wir den Gipfel des Großen Orme erklimmen – immerhin auf 207m Höhe. Wer den Aufstieg nicht mit dem Auto oder per Pedes zurücklegen möchte kann entweder mit der Seilbahn (die heute allerdings wegen des starken Winds nicht in Betrieb ist) oder der Cable-Tram hinauffahren. Nach San Francisco und Lissabon die dritte noch derartig betriebene Bahn. Ansonsten gibt es noch einen langen Pier mit anschließender, etwas überdimensionierten Promenade.

 

Wales 2016 – Sonne auf Angelsey

Den heutigen Tag wollen wir noch langsam angehen und haben uns die naheliegende Insel Angelsey als Ziel ausgesucht. Flach wie ein Pfannkuchen und bis auf die schönen Strände auch genauso spannend 🙂 Genau das Richtige, um den Urlaub endgültig einzuläuten. Zur Sonne wird uns heute ein strammer Wind geboten, der uns fast das obligatorische Strandeis aus der Waffel pustet….

Auf der Insel befindet sich der Ort Llanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­llantysilio­gogogoch, der einzig so benamst wurde, um erst die Eisenbahn und dann neugierige Touristen anzulocken – hat bei uns funktioniert 🙂 Der Name ist so lang, dass er sogar auf den offiziellen Schildern immer abgekürzt wird.

Zum Abschluss wollen wir uns in Beaumaris noch Burg und Ort ansehen, müssen aber feststellen, dass dieses Wochenende das jährliche „Food Festival“ stattfindet und sich Menschenmassen durch die Strasse schieben. Das ist uns für heute zuviel und wir machen uns auf den Heimweg.

 

Wales 2016 – „Croeso i Gymru“

Heute müssen wir noch ein bisschen Strecke schaffen, was bei strömenden Regen und vollen Autobahnen leider mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht. Aber das erste Mal im eigenen Auto im Linksverkehr klappt problemlos! Da hatten wir doch ein bisschen Bedenken, wie sich zeigt aber völlig unnötig 🙂

Und letztendlich kommt dann doch die Sonne durch und dann heißt es „Croeso i Gymru“ – willkommen in Wales, dem Land des roten Drachen und der Namen ohne Vokale, dafür umso mehr Konsonanten, gerne auch doppelt 🙂 Unser Cottage „Glan Helyg“ steht in der Beach Road in Y Felinheli, direkt am Wasser. Wir waren schon in vielen Ferienhäusern, aber noch nie in einem, dass so liebevoll eingerichtet ist. Und hinter dem Haus geht noch ein Hanggarten in schwindelerregende Höhen.

 

Nach der langen Anreise sind wir doch ziemlich erledigt und machen nur noch einen kurzen Rundgang in die nächste Umgebung.