England 2018 – Schönes Dorset

Warum ist Dorset ein Urlaubs-Hotspot? Zum einen gibt es die Küste, die zwar nur wenig Sandstrände, aber dafür jede Menge Klippen hat. Und dahinter grüne Hügel und pittoreske kleine Dörfer mit vielen oft reetgedeckten Häusern. Ausserdem für uns noch eine unglaubliche Menge an Geocaches, die uns daran erinnern, dass wir dieses Hobby im letzten Jahr doch sehr vernachlässigt haben. Aber das wird sich diesen Urlaub ändern :-). Und dann natürlich die englische Gelassenheit. Hier geht alles etwas gemütlicher zu und es stört auch nicht, wenn der Nachbarschaftsplausch die komplette Strasse blockiert oder an der Kasse im Supermarkt gehalten wird.

Eines dieser Bilderbuchdörfchen ist Abbotsbury. Und entgegen vieler anderer besteht er aus mehr als einer „Hauptstrasse“, so dass wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort machen und dabei auch gleich die heutige Quote der stereotypen Urlaubsbilder aus England erfüllt haben :-).

Über dem Dorf thront St. Catherines Chapel,  eine ehemalige Seefahrerkapelle, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Schon allein wegen der schönen Aussicht über das Dorf und um das Taubenpäärchen zu besuchen, das das Gemäuer bewohnt. Oder vielleicht auch nur nach einer romantisch-kitschigen Hochzeit den Weg nach Hause nicht gefunden hat…..

Eigentlich wollten wir danach an den Strand, aber der Parkplatz am Hive Beach ist dermaßen überlaufen, dass wir – wie üblich – das Weite suchen. Stattdessen landen wir auf kleinen Pfaden an uns unbekannten Bächen, die lustig vor sich hin gurgeln und irgendwann in Burton Braddock sogar mitten in einem Maisfeld. Der Sonntagnachmittag eines Geocachers :-).

Aber wenn das Meer quasi direkt vor der Tür liegt, muss dann doch auch irgendwann ein Strandspaziergang her. Unsere Wahl fällt auf Eype Beach. Wobei man beachten sollte, dass die Jura-Küste sich von Süd nach Nord sandtechnisch vergrößert. Findet man am südlichen Ende, in Weymouth feinsten Sandstrand, sind es in Bridport eher Steinchen in Erbsen- bis Murmelgröße. In Eype dann schon richtige Steine, die beim zurückweichen der Wellen dieses typische Klack-klack-klack-klack-Geräusch machen 🙂 Allerdings geht der Spaziergang auf diesem Grund genauso tüchtig in die Waden wie auf losem Sand! Darum sind wir dann auch zu faul, von hier nach Bridport und zurück zu laufen, sondern fahren mit dem Auto zum Hafen in West Bay, wo man ab 18 Uhr übrigens umsonst parken kann. Und die Klippe im Abendlicht werden wir sicherlich noch öfter in unserem Blog präsentieren…

England 2018 – Ankunft in Bridport

Wenn der Kalender den September anzeigt, ist es für uns meist wieder Zeit die Koffer zu packen.  Und so machen wir uns an einem Samstag Morgen nochmal auf den Weg, durch die Niederlande und Belgien bis nach Frankreich. Diesmal allerdings nur bis kurz hinter die Grenze, denn ab Dünkirchen bringt uns die Dover Seaways ruck-zuck über den Ärmelkanal nach Dover, England. Die detaillierte Anreise kann der interessierte Leser auch hier nochmal nachlesen. Dann geht es weiter gen Westen, bis nach Bridport in Dorset.

Die südenglische Küste hatte uns schon 2013 bei unserem Urlaub in Cornwall gefallen und war auf der Hier-müssen-wir-irgendwann-nochmal-mit-mehr Zeit herkommen-Liste gelandet. Dann haben wir die Krimiserie Broadchurch gesehen, die nicht nur die West Bay Cliffs als Kulisse genutzt hat, und aus „irgendwann“ wurde ein „bald“ bzw. „sehr bald“.  Das wäre übrigens auch unser TV-Tipp für den kommenden Winter (läuft zumindest aktuell auch hier auf Netflix). Aber bitte das englische Original gucken und wer kann auch im Originalton, damit David Tennant voll zur Geltung kommen kann ;-).

Irland 2018 – Kilkee Nordwärts

Wenn man an einem Ort schon quasi jeden Stein umgedreht hat und kennt, ist es Zeit sich neue Steine zu suchen. Und genau das tun wir heute, indem wir nordwärts ziehen. Aber diesmal wollen wir nicht unser „übliches Programm“ absolvieren, darüber haben wir hier ja auch schon berichtet; sondern haben uns aufgemacht etwas Neues zu entdecken. Corcomroe Abbey soll sehenswert sein, also nix wie hin. Wer ohne Navi unterwegs ist muss die Augen ein bisschen aufhalten, denn das Hinweisschild ist ein bisschen versteckt und klein, die Straße zur Abbey macht einen wenig benutzten Eindruck. Um so überraschter sind wir, also wir vor der Ruine einen Reisebus parken sehen. Wir machen uns also auf eine Touristenhorde gefasst, aber es ist nur ein Schulklasse, die ihre Geschichtsstunde ins Freie verlegt hat und kleine Kinderhände winken uns fröhlich durch die offenen Fenster zu. Kurze Zeit später ziehen sie dann sehr gesittet in den Bus um und lassen uns in einer Staubwolke zurück. Wohlige Ruhe kehrt ein; bis die kleine Currywurst aufsteigt 🙂

Die Abbey selbst ist nicht sonderlich groß und auch nicht komplett erhalten, hat aber auf dem Friedhof viele sehenswerte Keltenkreuze und jede Menge Bögen zu bieten, durch die man wunderbare Aussichten hat.

Weiter geht es für uns durch den Burren, dieser eigentümlichen Karstlandschaft mit jeder Menge Steinen und der typischen Spaltenbildung im Boden, so dass man oft wie früher beim Hinkekästchen von einer zur nächsten „hüpfen“ muss. Naja oder wie als Kind, als man nicht auf die Fugen auf dem Gehweg treten durfte und immer auf den Zehenspitzen von einer Platte auf die andere trat ;-). Das Wetter spielt mit und wir kurven auf Nebensträßchen von Ort zu Ort, langsam wieder Richtung Süden, immer wieder auch auf dem WAW, dem Wild-Atlantic-Way, der über die ganze Westküste Irlands verläuft und den wir mittlerweile in mehreren Etappen und Jahren fast komplett zurückgelegt haben. Und der wirklich überall vermarktet wird, alles ist jetzt „Wild“ oder „Wild Atlantic“.

Irland 2018 – Kilkee Südwärts

Solange wir diesen Urlaub geplant haben, hatten wir ein Must-Do. Auf der Loop Head Halbinsel mit der Drohne Luftaufnahmen machen. Jetzt ist es endlich soweit! Der Wind pustet immer noch ganz ordentlich, aber nach dem überstandenen Crash vor zwei Wochen und den vielen Flügen in diesem Urlaub insgesamt ist der Pilot mutiger geworden (oder hat schon ein Auge auf ein Nachfolgemodell geworden ;-)). Und für alle, die ungeduldig auf die Aufnahmen warten, ja wir arbeiten daran und werden in Bälde einen Zusammenschnitt veröffentlichen.

Im Moment muss der Leser sich halt mit den schnöden Fotos begnügen, von denen wir natürlich jede Menge gemacht haben. Der Loop-Head-Drive bietet Irland wie aus dem Bilderbuch auf relativ kleinem Raum und zum Nulltariff :-). Und das finden nicht nur wir. Hoffentlich bleibt es noch ein bisschen ein Geheimtipp im Schatten der bekannteren Cliffs of Moher und den Halbinseln im Süden. Außer man macht wie wir einen Zwischenstopp in der Kilbaha Gallery in Kilbaha und lässt sich dort mit einem Heißgetränk und selbst gebackenen Kuchen verwöhnen. Ailish freut sich über Kundschaft und hat uns auch nach zwei Jahren wiedererkannt ;-).

Irland 2018 – Kilkee Abschied (für dieses Jahr)

Und dann ist es doch tatsächlich schon wieder soweit, nur noch ein Tag bleibt uns und den verbringen wir in Kilkee. Das Wetter ist traumhaft und morgen geht es wieder quer über die Insel zur Fähre, da strecken wir heute nochmal die Beine und saugen das Licht, das Meer und die Menschen auf, damit wir zu Hause noch lange davon zehren können. Und irgendwie findet man ja immer kleine Kuriositäten, wie z.B. die gehäkelten Hüllen für Steine an der Wetterschutzhütte auf dem Cliff Walk oder Murphy’s Bar, die wir ja eigentlich für ein Abrisshaus gehalten hatten ;-).

Zum Abschluss bekommen wir dann noch einen Sonnenuntergang geboten, der uns die Abreise wirklich nicht leichter macht.

Wir hatten uns ein bisschen in der Planung vertan und die Abfahrtszeit der Fähre mit der Check-In Zeit verwechselt. Tatsächlich müssen wir schon am frühen Nachmittag am Terminal sein, so dass auf dem Weg nicht allzu viel Zeit für Sightseeing ist. Aber eine Pause bei Clare Abbey, die uns einsam im Morgenlicht begrüßt, ist noch drin.

Danach haben wir uns ein paar Caches herausgesucht, aber wo genau wir jeweils gewesen sind, haben wir uns irgendwie nicht gemerkt. Und da wir auch nicht alle gefunden haben, helfen uns die Logs leider auch nicht :-(. Aber schöne Bilder sind es schon: