Schweden 2015 – Jede Menge Steine

Heute ist bei uns Tag der Steine. Wir beginnen mit einer skeppssättning klingt komisch und gibt es auch nur in Skandinavien. Zu deutsch: Schiffssetzung – Steinblöcke, die in grauer Vorzeit in Form eines Schiffrumpfes aufgestellt wurden. Quasi die Steinkreise der Wikinger. Wir müssen ein bisschen suchen (blöd wenn die Bezeichnung auf den Schildern nicht mit denen in den Reiseführern übereinstimmt) und finden unser Ziel letztendlich nur wegen des gleichnamigen Caches 🙂 Das Schiff besteht aus 49 Steinen, wobei Bug- und Heckstein über drei Meter hoch sind. Drum herum finden sich alte Grabhügel (wir haben sie aber nicht unbedingt als solche identifiziert), Wald und kleine plätschernde Bäche. Insgesamt ein schönes Ausflugziel kurz vor der norwegischen Grenze.

Weiter nördlich wollen wir aber jetzt noch nicht und deshalb schlagen wir den Bogen wieder gen Süden und machen einen Stopp in Vitlycke und sehen uns dort bronzezeitlichen Felsritzungen an. Offensichtlich gab es zu jener Zeit zwei wichtige Dinge – Schiffe und axtschwingende Strichmännchen 🙂

Die rote Farbe hat nicht die letzten tausend Jahre überdauert, eingefärbt wurden die Ritzungen erst von neuzeitlichen Archäologen, damit wir Touristen die Bilder besser erkennen können 🙂

Als Kontrast zu den vielen grauen Steinen, hier noch ein paar goldene Bilder von Heuballen, die hier – sehr zu Dianes Freude – in Hülle und Fülle vorhanden sind. Oft in weiße, grüne oder rosa (!) Folie verpackt, aber glücklicherweise auch pur. Noch mehr Heuballen gibt es übrigens hier: Heuballen-Special, Cornwall 2013.

Hier oben ist oft der Weg das Ziel. Entfernungen, die man zu Hause locker in einer Stunde überwindet, brauchen oft die doppelte Zeit und die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten lassen es zu, das man die Umgebung gut mit der Linse einfangen kann.

Schweden 2015 – Tjörn & Orust

Das Wetter ist uns wohlgesonnen und wir machen die wohl typische erste Touristentour über die Inseln Tjörn und Orust. In Rönnäng auf Tjörn finden wir auf Anhieb die Holztreppe zum Aussichtspunkt Tjörnehuvud und machen uns an den schönen Aufstieg. Über mehr oder weniger stabile Holztreppen geht’s bis es oben einen weiten Blick über Schärenbuckel und die Bucht zu genießen gibt.

In Skärhamm machen wir Pause am Hafen in typisch schwedischer Atmosphäre. Einfach schön 🙂

Die Gegend hier ist wirklich sehenswert und es ist nie weit bis zum nächsten Wasser; ob Meer oder See.

Und wir haben unseren persönlichen See keine hundert Meter vor unserem Ferienhaus. Nur das Rauschen der Bäume und des Schilfs im Wind, sehr erholsam!

 

 

Schweden 2015 – Anreise

September 2015 und das Cachermobil ist wieder unterwegs. Diesmal geht’s richtig nach Norden. Erster Zwischenstopp ist Kiel, wo wir bei bestem Reisewetter und gut gelaunt am Schwedenkai eintreffen. Von hier wird uns die „Stella Germanica“ über Nacht nach Göteborg bringen.

Nachdem das Cachermobil sicher im Parkdeck verstaut ist, machen wir uns auf die Suche nach unserer Kabine. Schon auf dem Weg überkommen uns erste Erinnerungen an unserer letzte Kreuzfahrt mit Hurtigruten. Allerdings haben wir jetzt eine größere Kabine als damals – echt wahr! Fast schon schade, dass wir hier nur eine Nacht bleiben dürfen 🙂 Aber noch scheint die Sonne, also machen wir es uns auf dem Aussichtsdeck bequem. Zur Abfahrt ist das Deck voller Passagiere, aber die meisten verkrümeln sich vor dem zunehmenden Wind lange bevor die Kieler Bucht durchquert ist. Wir halten natürlich bis zum endgültigen Sonnenuntergang durch 🙂

Wer nicht weiß, wie er die Zeit auf der Überfahrt verbringen soll, andere Mitreisende beobachten und eine gute Runde Rummy-Cup sind immer zu empfehlen. Dann noch eine letzte Runder über Deck und ab in die Koje.

Pünktlich um viertel nach sieben weckt uns der Kapitän mit seiner Durchsage, dass wir in zwei Stunden in Göteborg anlegen werden, es ab sofort Frühstück gibt und der Shop für einen letzten Einkauf um halb acht öffnen wird. Alles Informationen, die wir entweder schon hatten, oder nicht brauchen, aber danke für’s Wecken. Nicht, dass wir wirklich schon so früh aufstehen wollten… Aber wo wir jetzt schon mal wach sind, machen wir uns wieder auf an Deck, um die Einfahrt nach Göteborg zu verfolgen.

Urlaubsreif wie wir sind, ist uns nicht nach Stadt-Sight-Seeing, also lassen wir Göteborg heute links liegen und machen uns auf den weiteren Weg zu unserem ersten Ferienhaus. Vorher aber halten wir in Alingsås, wo wir in erstmal in Ruhe frühstücken und das Wetter genießen.

Aber letztendlich sind wir am gelben Schild links abgebogen, sind um den See gefahren und an den zwei Mülltonnen wieder links in die Auffahrt eingebogen und und haben so unser kleines rotes Holzhaus – unser Heim für die nächsten Tage erreicht.

 

Trier 2015

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands und durchaus einen Besuch wert. Je nach Laufgeschwindigkeit, Verweildauer bei Sehenswürdigkeiten oder Kaffeedurst, kann man die Innenstadt gut an einem halben oder auch einem ganzen Tag zu Fuß gut erkunden. Alles liegt schön nah beieinander, meistens sogar in der Fußgängerzone.

Rund um den Hauptmarkt herrscht buntes Treiben, inkl. Weinbude, Marktständen, Straßencafés und Touristen. Viele schön restaurierte Gebäude und kleine Seitengassen laden zum Gucken und Bummeln ein.

Wieder einmal müssen wir feststellen, dass es die Dekade der verkleideten Sehenswürdigkeiten ist. Ständig stolpern wir über eingetütete Kirchtürme oder Fassaden 🙁 In Trier trifft es die Kaiserthermen, St. Gangolf am Hauptmarkt und das Kurfürstliche Palais. Manchmal hilft die perspektivische Trickkiste des Fotografen, manchmal ist nix zu machen….

Eine Stadt mit so langer Geschichte hat natürlich auch jede Menge Kirchen, die wir uns nicht entgehen lassen. Wer aus den letzten Beiträgen genug davon hat, kann jetzt Einiges überspringen, aber wir fanden die Konstantin-Basilika,

die Liebfrauenkirche

und den Dom

wirklich beeindruckend, sehenswert und schön 🙂

Zum Abschluss machen wir noch einen Stopp an der Porta Nigra – das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen – wie wohl jeder Trier-Besucher.

Aber auf unserer Tour durch die Stadt haben wir nicht nur Kultur und Geschichte getankt. Wie immer haben sich auch ein paar Kuriositäten dazwischen gemogelt.

So langsam machen sich bei uns Ermüdungserscheinungen bemerkbar und wir verlegen unser Sight-Seeing auf’s Wasser. Eine kleine Rundfahrt auf der Mosel soll uns gemütlich durch den Nachmittag bringen.

Da der Tag sich jetzt sonniger zeigt, machen wir noch ein Abstecher in die nahen luxemburgischen Weinberge. Auf dem Rückweg besuchen wir noch kurz das Benediktinerkloster St. Matthias und gönnen uns ein Abschiedseis.

Damit beenden wir diesen Urlaubsblog. Wenn es Euch gefallen hat – im September geht es weiter!

Comer See 2015 – Tschüss Italien

Unsere Zeit in Italien ist schon wieder um; die Vignetten sind poliert, das Auto gepackt und wir bereit für die Alpenüberquerung. Wir verlassen die Lombardei bei Sonne und vorsommerlichen Temperaturen aber kaum haben wir den Gotthard-Tunnel verlassen, befinden wir uns im Nieselregen und Nebel  – brrr!  Auf unserem weiteren Weg wird es dankenswerterweise aber wieder sonniger, bis wir am Abend endlich Trier erreichen. Hier werden wir erstmal einen kleinen Zwischenstopp einlegen.