Dänemark 2017 – Løkken

Wenn der erste Monat im neuen Jahr fast vorüber ist, packt uns wieder die Reiselust und wir begeben uns in Regionen, die andere vielleicht nur für den Sommerurlaub in Erwägung ziehen 🙂 Aber zum Ausspannen ist es manchmal sehr hilfreich, wenn die Umgebung und das Wetter etwas unwirtlich sind…. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr, haben wir uns diesmal wieder für Dänemark entschieden. Aber es soll noch weiter nach Norden gehen als in 2016. Ziel unseres langen Trecks ist Nordjütland, gaaaaaanz weit oben, da wo Dänemark fast zu Ende ist.

Der Wetterbericht hat uns in den letzten Tagen von „jeder Tag total verregnet“ bis zu „jeden Tag Sonne“ alles geboten, wir haben also das Auto vollgepackt und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Vor allem auf eisige Temperaturen! Denn auch wenn das Thermometer durchaus über Null anzeigt, pfeift der Wind ordentlich und sorgt für rosige Wangen und kalte Ohren 🙂

Nach den langen Autostunden der Anfahrt haben wir uns für den ersten Tag nur die nähere Umgebung vorgenommen. Bei einem 15 Kilometer langen Sandstrand in Sichtweite zu unserem Ferienhaus ist das natürlich unser erster Stopp. Und da der Strand hier besonders breit ist, kann man mit dem Auto bis ans Wasser fahren. So können wir Lars‘ neuestes technisches Spielzeug problemlos mitnehmen: die DJI Phantom 3 Standard – für den Laien eine kleine Drohne.

Nachdem es der Technik und uns am windigen Strand zu kalt geworden ist, ziehen wir ein bisschen ins Landesinnere und machen im Winterwald eine schöne und mit 12 Funden auch sehr erfolgreiche Cacherrunde 🙂

2005 – Hochzeitsreise

Hier kann nachgelesen werden, wie wir unsere Hochzeitsreise verbracht haben. 2005 war das die erste Reise, die wir als eigene Homepage online gestellt haben. Diese wurde dann später zunächst von einem tumblr-Blog abgelöst und schließlich zu diesem Blog.

An unserem ersten Urlaubstag wurde zunächst einmal unser Schiff, die Princess Star, auf den Kopf gestellt.

Der zweite Tag wurde dann in Stockholm verbracht, wo wir trotz Problemen mit dem ÖPNV noch recht gut durchkamen.

Tag drei war der sonnigste und hat uns ein ausgesprochen schönes Helsinki beschert.

Unbestrittenes Highlight waren sicherlich die 2 Tage Sankt Petersburg, hier aufgeteilt in mehrere Untergruppen, da es sonst zu viele Bilder auf einmal sind.

Nach unserer Ankunft am Hafen…

…ging es um 6:15 russischer Zeit (also 4:15Uhr deutscher Zeit…) zunächst zum Peterhof, mit den unglaublichsten Springbrunnen.

In der Church of the spilled Blood sieht man ganz genau wo einer der vielen russischen Peters umgebracht wurde.

Sehr beeindruckend ist natürlich die Hermitage, die an unserem Besuchstag für die ‘normale’ Öffentlichkeit gesperrt war.

Gegen die Eindrücke des ersten Tages fielen sogar die ansich ebenfalls faszinierenden Peter & Paul Fortress…

…sowie die St.Isaacs Church ab (aber auch wirklich nur im Vergleich).

Der Yussupov Palast wurde bekannt durch den Mord an Rasputin, ansonsten hatten die ein tolles Home Theater 🙂

Trotz all dieser faszinierenden Sehenswürdigkeiten konnten wir aber glücklicherweise auch auf unseren Fahrten viel von der Stadt sehen, der Kontrast der Paläste zum normalen Stadtbild ist schon enorm und erschreckend.

Tag sechs war für die ‘typisch deutsche’ Stadt Tallinn reserviert.

Eine kleine Überraschung bot uns Gdansk (Danzig) mit seinen ausgesprochen schönen Gebäuden und Strassen.

Für einen regnerischen Tag hatte uns dann Deutschland in Warnemünde zurück.

Das Finale kam dann letztendlich mit Copenhagen und einer sehr schönen Bootstour (als ob wir nicht genug auf dem Wasser unterwegs gewesen, hehe).

Wales 2016 – Finale

Heute starten wir unsere Tour in Tenby, ein wuseliges aber nettes Hafenstädtchen an der Carmarthen Bay. Besonderes Highlight ist die kleine Marina mit der darüber liegenden bunten Häuserzeile, die das ewige Gekreische der Möwen mit einem imposanten Echo zurückwirft. Offensichtlich ist dies aber auch ein beliebter Stopp für Reisebusse, die ihre Insassen zuhauf in die engen Gassen und kleinen Läden entladen.

Nächster Zwischestopp in Manobier Beach, der zur Kategorie „shingle“ gehört, also hauptsächlich aus flachen Steinen mit ein bisschen Sand dazwischen besteht. Aber für einen Abschieds-Strandspaziergang reicht es 🙂 . Und es wäre nicht Wales wenn es nicht auch ein Castle gäbe.

Aber eigentlich wollen wir nach Stackpole Quay, der Ausgangspunkt für den Weg nach Barafundle Bay ist. Wie so viele Strände ist auch Barafundle nur über den Coastal Path zu erreichen und bietet sich so für einen letzten Spaziergang über die Klippen an.

Auf dem Rückweg statten wir noch Carew Castle einen Besuch ab. In der Ruine leben heute wohl jede Menge Fledermäuse, aber wir wollen auch gar nicht rein (wieder mal die obligatorischen £5 Eintritt). Dafür präsentiert sich das Schloss von außen im warmen Abendlicht als eine wirklich schöne Kulisse und krönenden Abschluss für diesen Tag.

Und dann ist dieser Urlaub auch schon wieder vorbei. Jetzt heißt es nur noch Taschen packen, Auto beladen, nach Dover fahren, die Fähre nehmen und die letzte Etappe bis nach Hause schaffen.

 

 

Wales 2016 – The Gower

Ist Snowdonia das Synonym für Nord-Wales, ist The Gower sicherlich das für Süd-Wales. Bei uns vielleicht nicht ganz so bekannt wir die „Berge“ ist diese eigentlich ziemlich kleine Halbinsel bei Swansea für seine Strände, Kliffs und Steingräber bekannt und lockt offensichtlich jede Menge Touristen an. So auch uns, die wir uns heute in das, wie wir finden für Ende September noch ganz ordentliche, Getümmel stürzen.

Die ersten Bewohner, die wir treffen sind Pferde, Kühe und Schafe, alle freilaufend und überall herumwuselnd. Die mit einem „Cattle Grid“ versehene Strasse (das sind die Rollengitter, über die Vierbeiner nicht drüber kommen und die beim drüberfahren eine Popo-Massage gratis geben) hätte uns vorwarnen können. Wir empfehlen also wieder mal auch bei warmen Wetter stabiles und gut zu reinigendes Schuhwerk zu tragen. Alternativ kann man auch versuchen um alle Hinterlassenschaften herumzutreten – ist bei Schafskötteln aber eher umständlich 🙂

Landschaftlich ist es hier sehr schön, aber nicht so viel anders als in Pembrokeshire. Wir gondeln gemütlich – anders geht auch gar nicht, da regelmäßig irgendwelches Viehzeugs auf der Fahrbahn rumäuft 🙂 – bis zum Ende der Halbinsel. Rhossili Beach, der immer wieder die begehrten drei „B“ gewinnt – Britain’s Best Beach. 3 Meilen Sand und ordentlich Brandung, erreichbar über einen steilen Weg. Oder man begnügt sich, so wie wir, mit einem Spaziergang über die Klippen nach Worms Head – einem Felsen, der wie ein grüner Schnörkel aussieht. Stärken kann man sich dann im Worms Head Hotel, dass von seiner Terasse einen perfekten Blick über den Strand bietet. An warmen Tagen wie heute starten vom Rhossili Down (stolze 193m hoch) Gleitschirmflieger und sorgen für bunte Abwechslung am blauen Himmel.

Eigentlich wollten wir uns Oxwich Castle ansehen, aber der eher langweilige Ausseneindruck und happige Eintrittspreis (£ 5 pro Person), schreckt uns dann doch ab. Da cachen wir uns lieber weiter durch die Gegend bis es Zeit für den Heimweg wird 🙂

 

 

Wales 2016 – North Pembrokeshire

Unter tief hängenden Wolken trägt uns das Cacher-Mobil heute wieder gen Norden. Ziel ist der Pembrokeshire Nationalpark, wobei wir zugegebenermaßen keinen Unterschied zum Rest der Gegend ausserhalb des Nationalparks erkennen können 🙂 In Newport ist mal wieder das Wasser weg – wir haben da manchmal ein lausiges Timing mit den Gezeiten – was den Spaziergang entlang der Bucht ein bisschen weniger pittoresk macht als wir dachten. Aber scheinbar finden sich hier bei Ebbe viele Vögel ein, was diverse Hobby-Ornithologen auf den Plan ruft. Wir kommen uns ohne Fernglas um den Hals fast nackt vor…..

Der nächster Stopp führt uns 5.500 Jahre in die Vergangenheit, zum Pentre Ifan, stellvertretend für all die großen und kleinen, intakten und eingestürzten Dolmen, die hier rumstehen oder -liegen. Der Tonnenschwere Deckstein balanciert auf den Spitzen von drei aufrecht stehenden Blöcken.

Über die hier üblichen kleinen Nebenstraßen erreichen wir schließlich Nevern, ein winziges Dorf im Nirgendwo, aber mit einer geschichtsträchtigen Kirche, die man über einen herrlich düsteren mit Jahrhunderte alten Eiben bestandenen Weg erreicht. Eine davon ist sogar eine „Bluteibe“, die natürlich auch eine entsprechende Legende hat. Angeblich wir sie so lange bluten, bis wieder ein Waliser Schloßherr in Nevern Castle ist. Da vom Castle nur noch ein paar überwucherte Steine übrig sind, wird das wohl noch eine Weile dauern…..  In der Kirche befindet sich einer der beiden Steine, die die Entschlüsselung der Ogham-Schrift ermöglicht haben, da er sowohl eine Inschrift in Latein als auch die kryptischen Striche und Punkte enthält. Aber man muß schon danach suchen, sonst hält man es einfach für eine Fensterbank 😉 Und auch hier finden wir die lustigen bunten Kniekissen aus Wolle, die wir schon aus Cornwall kennen.

 

Er: Was ist das für eine komische Steintreppe?
Sie: Das ist eine Aufstiegblock aus dem 18. Jahrhundert.
Er: Für Pferde?
Sie: Nein, für Reiter.

 

 

Und immer weiter geht’s im Labyrinth der Fuchsienhecken und überwachsenen Straßen bis nach Ceibwr Bay. Die Klippen erinnern uns sehr an Irland, ein passender Abschluß für den Tag 🙂